Aktuelle Beispiele aus der Berufsorientierung

Am 11.11.19 waren zum ersten Mal in diesem Schuljahr Ausbildungsbotschafter in der 8. Klassenstufe, um den Schülern einen Einblick in ihren Berufsalltag zu geben. Das Haus Raphael (Oberndorf) der Kepplerstiftung machte dabei den Anfang und führte die Schülerinnen und Schüler in das Berufsfeld Pflege ein.

Als Ausbildungsbotschafter waren hierbei Frau Riedel und Herr Riepl an der GWRS Villingendorf zu Gast und stellten der Gruppe zu Beginn das Haus Raphael mit ihrem Leitbild vor. Hiernach steht stets der Mensch im Vordergrund mit seinen jeweiligen Bedürfnissen und seinen individuellen Möglichkeiten. Menschlichkeit als Teil der Unternehmenskultur wirkt in zweierlei Richtungen: Hin zu den Bewohnerinnen und Bewohnern und zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Anschluss an diese Einführung gab Herr Riepl den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Ausbildung als Kranken- und Gesundheitspfleger und erzählte auch einige Anekdoten aus seinem eigenen Berufsalltag. Dabei konnte vor allem das Gefühl des Gebrauchtwerdens, das Zusammenwachsen mit den Bewohnern und die Wertschätzung und Anerkennung, die man jeden Tag erhält, überzeugen. Nach diesem sehr informativen und interessanten Programm gab es dann die Möglichkeit für Fragen an die Ausbildungsbotschafter.

Hierbei bewegte die Schülerinnen und Schüler vor allem die Frage, wie man als Pfleger im Berufsalltag mit dem Tod umgeht. Denn der Tod ist etwas Allgegenwärtiges mit dem man im Berufsalltag umgehen können muss. Ein weiterer Schwerpunkt des Interesses war die Frage nach der Körperpflege, die bei den Patienten durchgeführt wird. Welche Aufgaben gehören genau dazu? Wie geht man mit Patienten des anderen Geschlechtes um? In welchem Zeitabstand sollte eine Körperpflege durchgeführt werden?

Am Ende der Veranstaltung wurden den beiden Ausbildungsbotschaftern noch eine Dankeskarte aller Schülerinnen und Schüler sowie ein kleines Geschenk überreicht. Viele Schüler gaben am Ende an, sich nun für den Pflegeberuf zu interessieren und evtl. eines ihrer beiden Pflichtpraktika im Haus Raphael zu absolvieren.

50 ausstellende Betriebe / Wiedersehen ehemaliger Schüler

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Das fünfte „Regionale Berufsforum“ der Grund- und Werkrealschule Villingendorf wurde am 7. November 2019 für zwei Stunden von 50 Firmen der Region getragen. Organisator und schulischer BO-Beauftragter Torsten Zühlsdorff zeigte sich zufrieden: „Wir sind dankbar für die große Resonanz unserer betrieblichen Partner. Diese repräsentieren zum einen die verschiedenen wirtschaftlichen Bereiche, das Handwerk, die Industrie, Gesundheit & Soziales, den Handel, den Öffentlicher Dienst und das Finanzwesen, zum anderen sind ausschließlich Ausbildungsbetriebe vor Ort, die für unsere Schülerinnen und Schüler auch örtlich erreichbar sind.“ Dem schloss sich Schulleiter Rainer Kropp-Kurta an, der die schulische App „map of jobs“ präsentierte. Diese sorgt nach den gleichen Prinzipien wie die des Forums auf der schulischen Homepage für berufliche Orientierung und hat nun die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen.

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Der Präsenz der Firmen standen rund 200 interessierte Acht-, Neunt- und Zehntklässler gegenüber. Im Rahmen der schulischen Kooperation zwischen den beiden Werkrealschulen waren die Schülerinnen und Schüler der GWRS Zimmern zur Messe gekommen. Auch durften die Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 4 aus Villingendorf schon einmal Messeluft schnuppern, während die Irlandklasse der 7. Jahrgangsstufe für das Catering Sorge trug.

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Praxisorientierte Berufsinformation auf zwei Etagen

Bundesweit informieren insgesamt zehn Info-Trucks über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektro-Industrie. Dabei steht der Spaß am „selber erleben“ im Vordergrund. Die Auflieger eines solchen Trucks bestehen aus zwei Etagen, sodass stets alle Schülerinnen und Schüler einer gesamten Klassenstufe gleichzeitig aktiv sein können. In der unteren Ebene erwarten die Jugendlichen anschauliche Experimentierstationen, an denen die Faszination Technik greif- und erlebbar wird: eigenständig eine CNC-Maschine programmieren und damit ein Werkstück fräsen, einen Aufzug steuern oder mit Elektronik-Bausteinen eine Lampe zum Leuchten bringen. Begleitet werden die Exponate durch interaktive Aufgabenstellungen und Hintergrundinformationen auf Tablets.

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Mitte Oktober besuchte einer dieser Info-Trucks die Klassenstufen 7, 9 und 10 der GWRS Villingendorf. Breit und wuchtig stand das Gefährt mitsamt seinen imposanten Aufbauten in Sichtweite zur Bushaltestelle und kündigte den pendelnden Schüler bereits im Vorfeld spannende Stunden im Bereich der Berufsorientierung an.

Auf der zweiten Fahrzeugebene ist dann Platz für tiefer gehenden Berufskundeunterricht. Über einen knapp zwei Quadratmeter großen Multitouchtable können bis zu sechs Besucher gleichzeitig Arbeitsplätze und Berufe der M+E-Industrie erkunden und virtuell selbst an dem Bau eines Autos mitwirken. Dabei stehen berufstypische und interaktive Aufgabenstellungen im Vordergrund.

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Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 von den beiden kooperierenden Schulen Villingendorf und Zimmern erkundeten im Rahmen von ProBeruf gemeinsam verschiedene Berufe an der Bildungsakademie Rottweil, einer Einrichtung der Handwerkskammer Konstanz.

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Insgesamt zwei Wochen lang durchliefen die Achtklässler an jeweils zwei Tagen die sechs Berufsfelder Bau/Stuck, Friseur, Schreiner, Elektro, Bäckerei/Verkauf und Metall. Dabei konnten sie erste Einblicke in das Berufsleben gewinnen, wertvolle Erfahrungen sammeln sowie kreative Werkstücke herstellen. Es entstanden u.a. Säulen aus Gipskartonplatten, Uhren aus Metall, Holzhocker, leckere Backwaren und verschiedene Frisuren.

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In Villingendorf weiß man, wie der Übergang von der Schule zum Beruf gelingt

Villingendorf, zwischen Schwarzwald, Neckartal und Schwäbischer Alb gelegen, knapp 3.300 Einwohner. Eigentlich ein ganz normales Dorf im Berzirk der Handwerkskammer Konstanz. Aber eines klappt dort besser als in vielen anderen Orten: der Übergang von der Schule in den Beruf. Von den 39 Abschlussschülern der Klassenstufe zehn starteten 21 erfolgreich in eine Ausbildung, sechs davon im Handwerk. Einen großen Anteil daran hat die gute Zusammenarbeit zwischen der Grund- und Werkrealschule in Kooperation mit den Betrieben vor Ort, die die Nachwuchsgewinnung zur Chefsache erklärt haben.

Schulleiter Rainer Kropp-Kurta weiß, dass für das Lebensglück der Schüler der richtige Beruf ganz wichtig ist: „Es geht uns um Ausbildungsreife und Ausbildungsfindung. Wir sehen neben den Abschlüssen eben auch die Anschlüsse“, so Kropp-Kurta, der neben Angeboten wie das Regionale Berufsforum, Schülerfirmen, Ausbildungsbotschafter vor allem das Praktikum im Betrieb als wichtigstes Element der Berufsorientierung sieht.#

Diese Meinung teilen seine ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die nach ihrem Schulabschluss den Weg ins Handwerk gefunden haben.

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Der angehende Friseur Nauar Mirza beispielsweise ist über ein Praktikum zum Ausbildungsplatz beim Friseur „Mein Salon“ in Rottweil gekommen: “Der Laden und das Team haben mir während des Praktikums gut gefallen. Und ich wollte schon immer lieber eine Ausbildung machen, denn da habe ich viel Abwechslung, Kundenkontakt und jeden Tag eine neue Herausforderung.“

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Das letzte coole Selfie als Bewerbungsfoto?


Der Einstieg ins Berufsleben führt meist über eine gelungene schriftliche Bewerbung. Erst wenn diese überzeugt, darf man mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch rechnen. Allerdings wird eine Bewerbungsmappe in Papierform immer seltener gewünscht. Stattdessen erwarten Unternehmen häufig eine Bewerbung in elektronischer Form, in der Regel als E-Mail mit Dokumenten im Anhang. Die Vorstellungen des möglichen Arbeitgebers hinsichtlich der Bewerbungsform sollten unbedingt beachtet werden, um die persönlichen Chancen zu wahren.

2019 10 24 BewerbungsupdateMichael Banholzer von der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg besuchte als Ausbildungsexperte die Schülerinnen und Schüler aus Klassenstufe 10 und machte noch einmal deutlich, dass Bewerbungsunterlagen stets einen sauberen und seriösen optischen Eindruck machen müssen – dies gelte auch für die verschiedenen Online-Verfahren. Ganz besonders müsse nach wie vor auf die Rechtschreibung geachtet werden, besonders bei Eigennamen, Daten und Fachbegriffen sowie auf eine korrekte Zeichensetzung.

Gemeinsam mit den Jugendlichen wiederholte Banholzer, welche Unterlagen für eine vollständige Bewerbung notwendig sind. Weiter ging es über Zeugnisse und Bescheinigungen bis hin zu dem überaus wichtigen Bewerbungsanschreiben. Dabei kamen auch die typischen „Nogoes“ nicht zu kurz: Bewerbungen auf Butterbrotpapier, nicht abgeänderte Texte aus dem Internet und, der Klassiker, ein abenteuerliches Selfie als beigefügtes Bewerbungsfoto.

Besonders spannend wurde es, als Banholzer zusammen mit den Jugendlichen Bewerbungsgespräche simulierte. Angemessene Kleidung, Körperhaltung, gezielte Vorbereitung, Formen des höflichen Miteinanders, Planung der Anreise und Entspannungstechniken standen dabei im Vordergrund. Warum sollte ein Kaugummi vor dem Gespräch diskret entfernt werden? Was müssen vor allem junge Damen beim Einsatz von Makeup und Duftstoffen beachten? Wie kann man reagieren, wenn das Handy in der Tasche doch nicht auf „stumm“ steht und anfängt, Töne von sich zu geben? Welche Höflichkeitsfloskeln gehören zum Standard? Anhand konkreter Beispiele und Simulationen erarbeitete Banholzer mithilfe von besonders mutigen Schülern brauchbare Antworten.

Sämtliche Erkenntnisse dürfen die Schüler während der Ausbildungsmesse „Regionales Berufsforum“, die am 07. November 2019 von 15.00 bis 17.00 Uhr in der GWRS Villingendorf stattfindet, bei über 50 ausstellenden Unternehmen in der Praxis anwenden. Das Berufsforum ist öffentlich und steht allen Interessierten offen.

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