Aktuelle Beispiele aus der Berufsorientierung

„Wenn nicht diese Schule, welche dann?“

IMG 9264Das BoriS – Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg zeichnet Schulen mit dem SIEGEL aus, die ihre Schüler in besonderer Weise bei der Wahl eines Berufs oder Studiums unterstützen. Das für fünf Jahre geltende Zertifikat geht bereits zum dritten Mal in Folge an die Grund- und Werkrealschule Villingendorf.

Viele Jugendliche stehen am Ende ihrer Schulzeit vor der Herausforderung, sich je nach individueller Situation zwischen rund 350 dualen Ausbildungsberufen, zahlreichen fachschulischen Ausbildungsgängen und einer kaum überschaubaren Zahl an Studiengängen für „ihren“ Beruf zu entscheiden. Dies ist eine Entscheidung, die ihren weiteren Lebensweg ganz entscheidend bestimmt und deshalb möglichst gut vorbereitet sein muss. Die Berufs- und Studienorientierung junger Menschen in Baden-Württemberg ist daher eine wichtige Aufgabe von Schulen und ihren Partnern. Mit dem Projekt „BoriS – BerufswahlSIEGEL Baden-Württemberg“ wurde ein Netzwerk initiiert, das landesweit die Zusammenarbeit beim Übergang Schule – Beruf stärken soll. Eine breite Koalition von Partnern im Bereich schulischer und beruflicher Ausbildung hat sich zusammengetan.

Projektträger sind die Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg, der Handwerksstag Baden-Württemberg und die Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände. Alle weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg, die an einer Zertifizierung der Qualität ihrer Arbeit durch das Berufswahl-SIEGEL interessiert sind, waren nun zum vierzehnten Mal aufgerufen ihre Leistung unter Beweis und sich dem landesweiten Vergleich zu stellen.

Eine Jury aus Vertretern der Unternehmen, Schulen und Bildungsberatern hat die Angebote unter die Lupe genommen und anhand eines einheitlichen Kriterienkatalogs bewertet.

IHK-Bildungsberater Alexander Fritz und Christina Trummer, Regionale BORIS-Ansprechpartnerin der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg waren eigens nach Villingendorf gereist, um das Siegel erneut an Schulleiter Rainer Kropp-Kurta und BO-Beauftragten Torsten Zühlsdorff  zu überreichen. Auch Bürgermeister Marcus Türk ließ es sich nicht nehmen, der Vergabe beizuwohnen. Aufgrund der Corona-Situation wurde auf eine zentrale Vergabefeierlichkeit verzichtet.

Alexander Fritz und Christina Trummer zeigten sich erneut beeindruckt vom handlungsorientieren Berufswahl-Portfolio der GWRS. Diese reiche von Ausbildungsbotschaftern, realwirtschaftenden Schülerfirmen, zahlreichen Praktika und Betriebserkundungen über das „Regionale Berufsforum“ als Hausmesse bis hin zu Sozialwerkstätten und Kompetenz- und Bewerbungstraining. „Wenn nicht diese Schule, welche dann?“, schloss Fritz seine Laudatio. Das BerufswahlSIEGEL BoriS wurde bis 2026 verliehen.

 

Bäcker Elias  Trockenbauer Santino

Die Klasse 8b erkundete im häuslichen Umfeld Berufsfelder. So erprobte jeder Achtklässler einen Beruf, mit einer passend ausgesuchten Lernaufgabe, in den eigenen vier Wänden.

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Corona zum Trotz ermöglichten einige Betriebe Neunt- und Zehntklässlern der GWRS Villingendorf berufsorientierende Praktika. Neue Wege werden bei der Anbahnung von Übergängen von Schule in den Beruf betreten. Dabei unterstützt auch das Projekt des „Berufswahlkompass 4.0“

Lydia Mauch (Kl. 9b) besuchte das Unternehmen Carl Hirschmann. Sie lobt das abwechslungsreiche Praktikum und die erfahrene Unterstützung. Die Zehntklässlerin Jenny Wagner konnte Erfahrungen im Rottenmünster sammeln: „Ich habe in einer psychiatrischen Station gearbeitet und viele neue Dinge dazu gelernt“.

Arya Othman KSKGleich drei Praktikanten, Jana Becher, Arya Othman und Lea Kellinger schnupperten bei der Kreissparkasse Rottweil in die Welt der Finanzen: „Ich habe Ende Januar ein Praktikum bei der Kreissparkasse Rottweil besucht. An den ersten beiden Tagen haben wir einen Rundgang durch die Kreissparkasse bekommen und durften in verschiedenen Abteilungen reinschnuppern. Nach den zwei Tagen kam ich dann an den Schalter. Eine Auszubildende hat mir ihren Arbeitstag erklärt und alles gezeigt. Ich durfte die Post leeren und Überweisungen kontrollieren. Kunden durfte ich – so gut es ging - auch helfen. Mir hat an diesem Praktikum vor allem die Führung durch den Tresorraum gefallen. Ich könnte mir auch vorstellen dort später eine Ausbildung zu machen.“, so Lea aus Klasse 9b.

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CIMG9481Die Corona-Pandemie verändert in einem rasanten Tempo unsere Gesellschaft. Unterricht muss sich pädagogisch und technisch den neuen Gegebenheiten anpassen, damit die Bildungseinrichtungen den Anschluss nicht verlieren. Als im Frühjahr der erste Lockdown die Menschen vor ungeahnte Herausforderungen gestellt hat, reagierte die Grund- und Werkrealschule Villingendorf mit Sofortmaßnahmen, die das umfassende Homeschooling der Kinder und Jugendlichen möglich machten. So wurde ein Schulmessenger eingerichtet, über den der gesamte Daten- und Informationsaustausch seither bewältigt wird. Schüler, Eltern und Lehrer sind in diesem digitalen Netzwerk miteinander verbunden, das die anfänglichen Kinderkrankheiten bereits abstreifen konnte. Tablets und Laptops sind schon länger im schulischen Alltag präsent – als Pilotschule konnten die Villingendorfer seit knapp vier Jahren wertvolle Erfahrungen auf diesem Feld sammeln und dabei eigene Akzente setzen. Auch ein leistungsstarkes WLAN-Netz gehört zur gewohnten Infrastruktur.

Schulleiter Rainer Kropp-Kurta äußerte sich jüngst im Rahmen der hauseigenen Berufsorientierungs-Woche RBF 2020 digital: „Wir probieren viel aus – und verwerfen manches wieder“. Digitale Medien führten nur dann zu einem pädagogischen Mehrwert, wenn sie sinnvoll in ein gutes Unterrichtskonzept eingebunden seien. Man bewege sich hier auf einem gigantischen Experimentierfeld, das den Blick für innovative Möglichkeiten geweitet habe und auch nach der Pandemie eine gewichtige Rolle spielen werde. Deshalb müsse die allgemeine Schockstarre gemeinsam überwunden und ein Stück weit das schulische Schwimmen neu erlernt werden, bestätigte Torsten Zühlsdorff, der an der Planung dieser Woche beteiligt war. Je mehr die Schulgemeinschaft in der Praxis über die Digitalisierung lerne, desto eher könnten Ängste abgebaut und technische Möglichkeiten im Schulalltag zielführend genutzt werden.

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Der Startschuss ist gefallen. Die 41 Schülerinnen und Schüler der beiden achten Klassen besuchen, wie ihre Vorgänger, die Bildungsakademie Rottweil. Sie erhalten wertvolle Einblicke in verschiedenste Berufsbilder und begannen mit Büromanagement, Stuck und Zimmerer.

Laut der betreuenden Lehrkraft Birgitt Schlieter sind „die Schüler mit Begeisterung dabei“. Das Projekt der Handwerkskammer Konstanz dauert noch zwei Wochen.

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