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Finale der Koch-WM

Bei der Koch-WM in Villingendorf ist die Entscheidung gefallen. Drei Tage vor dem Fußballweltmeister-Finale in Katar. Japan schoss die meisten Tore und landet damit den kulinarischen Sieg.

Von Anja Schmidt, Schwarzwälder Bote

Villingendorf. Während die Fußballwelt in Katar noch fiebert, erlebte Villingendorf ihre eigene Weltmeisterschaft. Schon seit 2014 treten die Schüler der Grund- und Werkrealschule Villingendorf parallel zu den Fußball-Welt- und Europameisterschaften im kulinarischen Wettstreit gegeneinander an. Wobei nicht allein die Menüs honoriert werden. Auch Kreativität, Tischdekoration und Service fließen maßgeblich in die Bewertung mit ein.

Im Vorfeld entscheiden die Teams mitsamt ihren Coaches, welches Land sie vertreten. Absolut zufrieden mit ihrer Wahl war das griechische Schulteam. Mit dem „leckeren griechischen Essen“ erreichten sie wie die Teams aus Thailand und Japan das Finale. An den Tischen warteten fünf Jurymitglieder. Darunter mit Pit Lang aus der Krone in Villingendorf und Wilhelm Maier vom Pflug in Rottweil zwei Profis. „Bei mir werdet ihr es schwer haben“, warnte Lang das Team Thailand. „Aber ich freu mich riesig, ich bin Thailandfan“. Enttäuscht wurde er nicht. Das Team heimste für seine Sommerrolle als Vorspeise, Karaage zur Hauptspeise und Kokosquark zum Nachtisch viel Lob ein und punktete mit Wissen zum Land und Kultur.

Lang war von Beginn an in der Jury dabei. Die Koch-WM bringe den Schülern die Arbeit in der Gastronomie näher, lobte er das Konzept der Schule und wurde von einem der griechischen Jung-Köche bestätigt. Er habe bislang nie gekocht, übe jetzt aber laufend mit seiner Mutter. Das Menu bestand aus griechischem Salat, Bifteki und selbstgemachten griechischen Joghurt zur Nachspeise. Den ersten Platz sicherte sich das japanische Team, das in der Präsentation und mit Sushi in der Vorspeise die meisten Tore einheimste. Ihre Leistung kann das siegreiche Team nun beim Pflugwirt Wilhelm Maier beweisen. Er lud sie zum Profi-Schnuppern, kochen und genießen in seine gastronomischen Räume. Maier, der erstmals in der Jury saß, lobte das Engagement der Schule, die das Handwerk fördere. Er selbst habe Systemgastronomie gelernt, helfe aber leidenschaftlich gerne in der Küche aus.

Eine berufliche Kompetenz, die von der Industrie- und Handelskammer (IHK) fortan Anerkennung finde, erläuterte das dritte Jurymitglied in der Runde Klaus-Peter Ringgenburger das jüngsten Projekt der IHK. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, soll neben dem notwendigen Anwerben ausländischer Kräfte, auch Berufserfahrung ohne Ausbildung zertifiziert werden können. Die Villingendorfer Schule mit Rainer Kropp-Kurta als engagiertem Rektor, bezeichnete Ringgenburger als Vorbild. Die Schule fördere die Ausbildung und suche die Kooperationen nicht nur mit kaufmännischen, sondern auch mit handwerklichen und gastronomischen Betrieben, lobte er.

Auch Schulamtsdirektor Ralf Schneider begleitet die Koch-WM seit Jahren. Nicht, weil gekocht würde, sondern weil es eines dieser Events sei, das „diese Schule so besonders macht“, betonte er.  Spaß an der Ausbildung funktioniere in Villingendorf mit Berufsorientierung, verpackt in einem Event, das Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Kreativität fördere.

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