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Drei Landespreise Werkrealschule gehen nach Villingendorf

Jason Boxheimer, Nawid Kakah und Marcel Langer geehrt

Gleich drei Landespreise Werkrealschule, ausgelobt vom Kultusministerium des Landes und gestiftet von Caritas und Diakonie, der Porsche AG sowie der Stiftung Würth, gehen an drei Abschlussschüler der Werkrealschule in Villingendorf. Die Preise werden für besondere schulische Leistungen insbesondere in den berufsvorbereitenden Wahlpflichtfächern, aber auch für soziales Engagement in- und außerhalb der Schule vergeben.

Im weißen Saal des neuen Schlosses in Stuttgart war ein wahrlich würdiger Rahmen gegeben für die diesjährige Preisverleihung des Landespreises Werkrealschule. Die 30 geehrten landesbesten Abschlussschüler hatten bereits ein umfangreiches Rahmenprogramm absolviert, zu denen sie von den Stiftern des Preises samt ihren Familien eingeladen waren. Radio-Moderatorin Janet Pollok (SWR) führte durch das bunte Programm und richtete regelrechte kleine Laudatios an die geehrten Jugendlichen. Staatssekretär Volker Schebesta unterstrich die Wichtigkeit des Preises im Kultusministerium und lobte die berufsvorbereitende Arbeit an den Werkrealschulen des Landes.

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Strahlende Landessieger (von li.:): Jason Boxheimer, Nawid Kakah, Marcel Langer

Für die Porsche AG, die den Landespreis für Natur und Technik stiftet, führte Personalvorstand Andreas Haffner aus, dass sein Unternehmen vieles mit den Idealen des Landespreises verbinde. Neugier, Mut, ein nicht immer gerader Weg, soziales Engagement und Verantwortung seien hier beispielhafte Ideale. Janet Pollok lobte den Preisträger Jason Boxheimer aus Villingendorf dafür, dass er in nur einem Schuljahr an der Villingendorfer Schule zu einer festen Größe heran gewachsen sei, sich außerdem im örtlichen Schützenverein und beim Technischen Hilfswerk engagiere. Helmut Jahn, Vorstand der Stiftung Würth, lobte ausdrücklich Jasons anstehende Ausbildung zum Zimmermann bei Holzbau Mei in Villingendorf. Dem zweiten Preisträger, Marcel Langer aus Dietingen-Irslingen gelang es sogar, eines seiner sieben Praktika bei Porsche gemacht zu haben. Auch er sei neben seinem schulischen Erfolgen durch viel soziales Engagement ausgesucht worden. Nach der anstehenden zweijährigen Berufsfachschule strebt er ein Studium der Fahrzeugtechnik an.

Für den Landespreis Gesundheit und Soziales traten Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg sowie Bernhard Slatoch für Caritas der Diözese Rottenburg-Stuttgart ans Mikrofon. Sie unterstrichen beide die notwendiger Verantwortung für andere und bemühten Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“. Der geehrte Nawid Kakah aus Dietingen, der nach seiner Flucht aus Afghanistan, alleine mit seinem Zwillingsbruder, in nur dreieinhalb Jahren sehr gut Deutsch gelernt und sich perfekt integriert hatte, dabei anderen unter anderem mit Nachhilfe in Mathematik half, beginnt nun im Herbst eine Ausbildung als Industriemechaniker bei Kern-Liebers.

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Zu den ersten Gratulanten in Stuttgart gehörten neben den betreuenden Lehrkräften Jana Schamberger und Torsten Zühlsdorff auch Schulleiter Rainer Kropp-Kurta. Dieser freute sich nicht nur über die „außergewöhnliche Erfolgsstory, bei der nunmehr im fünften Jahr in Folge der insgesamt zehnte Landespreis an Schüler der GWRS Villingendorf ginge“, sondern dankte auch seinem Kollegen Jan Hofelich für die hervorragende Kooperation für eine gemeinsame 10. Klasse in Villingendorf, denn mit Jason Boxheimer und Nawid Kakah wurden zwei Schüler ausgezeichnet, die bis zur neunten Klasse an der GWRS Zimmern o.R. die Schulbank drückten.