Besuch in der Justizvollzugsanstalt Oberndorf

Achtklässler im Gefängnis

In der Schule haben wir uns im WZG Unterricht mit dem Thema Jugendliche und ihre Rechte beschäftigt. Da uns das Thema sehr interessiert und wir im Deutsch Unterricht das Buch „Verurteilt“ von Anette Weber lasen, beschlossen wir zusammen mit Herrn Buschle und Frau Bob als Begleitpersonen, die JVA (Jugendvollzugsanstalt) in Oberndorf zu besuchen.

Am Mittwoch dem 25.01.2012 fuhren fast alle aus unserer Klasse und die drei Neuntklässler aus der evangelischen Religionsgruppe mit dem Bus um 7.59 Uhr nach Oberndorf. Zuvor trafen wir uns noch im Klassenzimmer. Herr Buschle checkte alle Ausweise, die wir für den Eintritt in die JVA mitbringen mussten. Er sagte uns auch noch einmal, wie wir uns Verhalten sollten. Nach einem kleinen Fußmarsch standen wir auch schon vor der JVA (Oberndorf). Voller Neugier und Aufregung endlich die Gefangenen und das Gebäude zu sehen, liefen wir in den Eingangsbereich hinein. Das Gebäude war nicht sehr groß. Hohe Mauern und Stacheldrahtzäune bewiesen uns, dass wir hier in einem Gefängnis waren. Wir mussten einzeln durch einen Sicherheitsschleuse gehen, damit wir auch nichts Gefährliches hineinschmuggeln konnten. Danach zeigte uns Herr Zühlsdorff, Lehrer in der JVA, die Tobezelle. Hier ist zum Glück selten jemand darin. Der Raum war total kahl und dunkel.

Nun gingen wir mit dem Vollzugsbeamten Herr Wartmann in einen anderen Raum. Er erklärte uns, dass alle persönlichen Dinge von neuen Gefangenen mit Hilfe eines Röntgengerätes untersucht werden z.B. ob Drogen oder Waffen versteckt sind.

 

Viele Fragen stellten wir ihm noch. Die JVA in Oberdorf hat derzeit 19 Gefangene im Alter von 15 bis eigentlich 25. Manchmal sitzen auch ältere Gefangene zu ihrem Schutz ein.  Anschließend gingen wir zusammen einen Stock höher und sahen uns die Besucherzelle an. Die Gefangenen dürfen nicht oft Besuch haben. Und es sitzt immer ein Beamter dabei!

Noch einen Stock höher guckten wir uns den Freizeitraum und die Insaßenzellen an. Nun ging es wieder einen Stock höher in die hauseigene Gefängnisschule. Dort haben wir viele Straftaten der Häufigkeit nach an der Tafel geordnet. Kurze Zeit später kamen zwei Gefangene zu uns herein.  Wir durften ihnen alle Fragen stellen, außer wie sie mit vollem Namen heißen und welche Straftaten sie begangen hatten. Am Anfang waren wir sehr schüchtern. Doch dann stellten wir ihnen doch noch viele Fragen wie z.B. was sie den ganzen Tag machen, ob es oft Streit gibt, ob sie gerne zur Schule gehen, wie alt sie sind und noch einiges mehr interessierte uns.

Die Zeit ging schnell vorbei. Die Gespräche mit den beiden Gefangenen waren sehr spannend und lehrreich. Als  Fazit gaben sie uns den Rat, bloß nie einen solchen Mist zu machen, mit. Das Leben im Gefängnis ist ätzend. Alles wird für einen bestimmt. Am Tag gibt es nur eine Stunde frische Luft auf dem Hof. Die restliche Zeit verbringen die Gefangenen im Gebäude, meistens in der schrecklich kleinen Zelle. Wir verabschiedeten uns bei den Gefangenen und bedankten uns für das Gespräch. Dann fuhren wir wieder mit dem Bus zurück nach Villingendorf. Wir würden es jeder Schulklasse weiter empfehlen, da es sehr interessant ist mit den Gefangenen zu reden und ihren Alltag zu erleben.

Mit lieben Grüßen
Die Klasse 8

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