Workshop für Berufe im Gastgewerbe mit Ausbildungsbotschaftern des Hotels Johanniterbad aus Rottweil

„Die Partner- und Berufswahl sind die wichtigsten Entscheidungen in eurem Leben!“

An der GWRS Villingendorf hat man im Rahmen von verschiedenen Schulprojekten bereits viel gesehen. Aber eine festlich eingedeckte Speisetafel mitten im Klassenzimmer stellt auch hier etwas Besonderes dar. Glänzendes Besteck, feine Servietten, ein verlockendes Gläserangebot, schöne Blumen und ein edles Tischtuch laden den Betrachter zum Verweilen ein. Gerne möchte man sich als Gast an einem solchen Tisch bedienen lassen.

Frau Ramajana Candela (Auszubildende im ersten Lehrjahr zur Restaurantfachfrau) hat für dieses Ambiente gesorgt. Zusammen mit Tobias Maier (Geschäftsführer und Küchenmeister) und Heiko Mäule (Koch und staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt) wird sie heute im Rahmen des Konzeptes der „Regionalen Ausbildungsbotschafter“ für die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse aktiv. Bei ihrem Arbeitsplatz in Rottweil handelt es sich um ein Haus mit gehobenem Anspruch. Seit dem Jahre 1312 teilt sich das „Johanniterbad“ die Geschichte der Rottweiler Johanniterkommende. Es war ursprünglich Badestube der Herren von „St. Johann“, entwickelte sich zum Gästehaus und später zum Hotel, das sich seit 1929 in Familienbesitz befindet. Heute möchte man die Tradition erhalten und Neuem gegenüber aufgeschlossen sein. Das Hotel Johanniterbad beschäftigt 17 feste Mitarbeiter, fünf Auszubildende und zahlreiche Teilzeitkräfte.

Ein gedeckter Tisch im Klassenzimmer dank Azubi Ramajana Candela

Das Gastgewerbe bietet sechs Ausbildungsberufe an, die allesamt abwechslungsreich und relativ zukunftssicher sind: Koch/Köchin, Hotelfachfrau/-mann, Restaurantfachmann/-frau, Hotelkauffrau/-mann, Fachmann/-frau für Systemgastronomie und Fachkraft im Gastgewerbe. Die Branche zeichnet sich durch Vielseitigkeit in sämtlichen Berufsbildern aus. Bei Engagement und Flexibilität gibt es sehr gute Beschäftigungsmöglichkeiten im In- und Ausland. Nach der Ausbildung stehen viele Fortbildungsmöglichkeiten offen, um die eigenen Kompetenzen stetig zu erweitern. Für Schülerinnen und Schüler mit Werkrealschulabschluss bietet das Duale Berufskolleg zusätzlich zur abgeschlossenen Lehre den Erwerb der Fachhochschulreife an. Allein in Baden-Württemberg hält das Gastgewerbe knapp 7000 Ausbildungsplätze vor und zählt damit zu den größten Dienstleistungsbranchen des Landes.

Ramajana Candela ist die Freude an ihrem Aufgabenfeld anzusehen. Frei und beschwingt berichtet die junge Frau von ihrem Ausbildungsalltag. Ganz einfach sei der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt nicht immer gewesen. Während der Schulzeit habe man sich praktisch um nichts kümmern müssen. Am Ausbildungsplatz würden aber sofort selbstständiges Arbeiten und ein hohes Maß an Eigeninitiative vorausgesetzt. Disziplin, Pünktlichkeit und die Integration ins bestehende Team seien als Arbeitsgrundlage unerlässlich. „Wir pflegen auch besondere Formen des gemeinsamen Austausches“, berichtet Candela. „Beim Powerbriefing bilden alle Beteiligten eine Runde und lassen hier rasch einen Ball kreisen. Wer den Ball in seinen Händen hält, darf sprechen, muss sich dabei aber kurz fassen“. Auf diese spielerische Weise ließen sich Probleme und Unstimmigkeiten gut und niederschwellig ansprechen.

Heiko Mäule und Tobias Maier vom Hotel Johanniterbad

Heiko Mäule hat ursprünglich Koch gelernt. In der zehnten Klasse sei er kein guter Schüler gewesen und habe sich deshalb intensiv um seine berufliche Zukunft gekümmert. In Stuttgart habe er dann trotz mäßiger Noten einen Ausbildungsplatz in einem 4-Sterne-Haus bekommen, worauf er sehr stolz gewesen sei. Durch entsprechende Praktika im Vorfeld sei er während des Vorstellungsgespräches in der Lage gewesen, einen guten Eindruck von sich zu vermitteln. Im weiteren Verlauf seiner internationalen Karriere konnte Mäule sich dann zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt weiterbilden und arbeitet heute in der Verwaltung des Johanniterbades. „Mein Tipp…“, wendet er sich an die Schülerinnen und Schüler, „…lernt euch im Zuge verschiedener Praktika erst einmal selbst kennen. Nur im praktischen Tun vor Ort könnt ihr herausfinden, welcher Beruf zu euch passt. Wenn ihr dann eine Entscheidung getroffen habt, sind es eure persönlichen Erfahrungswerte, die bei Vorstellungsgesprächen von Vorteil sind. Und das auch bei mittelmäßigen Schulnoten“.

Tobias Maier führt auf sehr angenehme Weise durch den Workshop und holt immer wieder die Schülerinnen und Schüler mit zu sich ins Boot. Er stellt die Stärken des Johanniterbades heraus und zeigt, was von den Mitarbeitern erwartet wird. So zählen beispielsweise hausgemachte Produkte zur Spezialität des Hauses. Ob Maultaschen oder ein edles Menü der Saison – im Restaurant können es sich die Gäste richtig gut gehen lassen. Die Zimmer bieten einen anspruchsvollen Wohnkomfort mit vielen Extras und runden damit das Dienstleistungsangebot ab. Die Schülerinnen und Schüler bekommen weitere interessante Einblicke und Tipps für den Ausbildungsprozess, die sich auch auf andere Wirtschaftsbereiche übertragen lassen.

Wir bedanken uns für den Besuch der Ausbildungsbotschafter und freuen uns im Zuge der Berufsorientierung auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Hotel Johanniterbad.

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