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Von der Schulbank hinaus ins Leben

 

 

Am vergangenen Donnerstag hatten sich 16 Schüler mit ihren Verwandten und Freunden in der Aula der Villingendorfer Schule eingefunden, um Abschied zu feiern. Nach einer  musikalischen Einstimmung durch das Trio Martin Zöh (Saxophon),  Manuel Penalver (Schlagzeug) und Paul Gerstner (Gitarre), begrüßte letzterer, auch Klassenlehrer der 9. Klasse, die Anwesenden, darunter auch Bürgermeister Karlheinz Bucher, die Vorsitzenden des Elternbeirats und des Fördervereins Frau Weisser und Frau Zimmermann. In seiner Ansprache hielt der Klassenlehrer Rückblick auf die vergangene Schulzeit, die nun über Umwege, Sackgassen, Höhen und Tiefen endlich zum Ziel geführt habe, dem Hauptschulabschluss. Dies sei aber nur ein kleines Ziel. Die nächste Etappe stehe direkt bevor: 6 Schüler werden eine Lehre beginnen, 10 Schüler haben sich für eine weiterführende Schule entschieden. Paul Gerstner wünschte seinen Schülern alles Gute für den nächsten Abschnitt, gute Freunde und Weggefährten, die auch auf dem weiteren Weg zur Seite stünden. Schulleiter Harald Gauß nahm in seiner Rede vor allem die Zukunft ins Visier:  „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ Mit diesem Zitat Erich Kästners appellierte er an die Schulabgänger, sich mit Ausdauer und Einsatz ihrem neuen Ziel zu widmen, damit die sicher auftauchenden Mauern überwunden werden können. Zugleich bedankte er sich bei allen Kollegen, die sich in den vergangenen Jahren stetig darum bemüht haben, den Schülern wichtige persönliche und fachliche Kompetenzen zu vermitteln.



Nach den melancholischen Klängen von „My way“ ergriff Bürgermeister Karlheinz Bucher das Wort. Er gratulierte den Jugendlichen zu ihren guten Ergebnissen, die heute eine wichtige Voraussetzung für gute Zukunftschancen seien. „Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, ist relativ unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns liegt.“ Mit diesem Zitat des amerikanischen Schriftstellers Oliver W. Holmes forderte der Gemeindevertreter die Jugendlichen auf, ihre Möglichkeiten zu nutzen, nicht aufzugeben und positiv - mit Blick auf die eigenen Stärken - in die Zukunft zu schauen.



Die Elternbeiratsvorsitzende Silvia Weisser griff einen Songtext auf: „Wenn ich älter werde, werde ich stärker sein.“ Die Schulzeit habe die Schüler gestärkt, ihnen Wissen und emotionale Stärke vermittelt, denn beides sei nötig, um künftige Aufgaben zu bewältigen. Damit wünschte sie den Schülern alles Gute. Frau Zimmermann vom Förderverein forderte die Jugendlichen auf, mit Engagement, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten die Zukunft anzugehen. Die Elternvertreterin Frau Sciammacca erinnerte an gute und schlechte Zeiten und bedankte sich bei dem Klassenlehrer für seine Arbeit. In einer Bilderschau sah man die besonderen Erlebnisse der Schulzeit, Schullandheimaufenthalt und Abschlussfahrt, nochmals vorüberziehen. Klassensprecherin Sabine Richert sprach vom Spannungsfeld, in welchem sich sie selbst und ihre Mitschüler nun befänden: Einerseits der Stolz über den gelungenen Abschluss und andererseits die angespannte Erwartung im Hinblick auf die Zukunft. Im Namen der Klasse bedankte sie sich bei ihrem Klassenlehrer mit einem Geschenkkorb.



Darauf folgte der lang erwartete Moment: Stolz empfingen die 16 Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusszeugnisse. Darüber hinaus erhielten Marissa Infantone, Ramona Matic, Ipek Kanatli und Alexander Schmidt eine Belobigung und Carolin Fautz und Marina Bosnjak einen Preis.  Mit einem gemeinsamen Lied verabschiedete sich die Abschlussklasse, woraufhin alle bei einem reichhaltigen Buffet noch gemütlich beisammen saßen.